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Pate werden

Werden Sie Pate für ein Kind in Zentralindien und investieren Sie in seine Zukunft.
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  • Persönlicher Kontakt zu Kindern möglich und erwünscht
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Besuch März 2015

Liebe Paten,
Meine jährlichen Besuche in Indien hatten jedes mal Herausforderungen aber auch Dankbarkeit mit sich gebracht. Bei meinem letzten Besuch vor einigen Wochen erging es mir wieder ähnlich. Hier ein kleiner Bericht:
Dieses Jahr besuchte ich das Kinderheim mit einem guten Freund, ein Geschäftsmann und langjähriger Unterstützer. Wir hatten nur wenige Tage zur Verfügung und diese kurze Zeit ziemlich durchgeplant. Die Zeit war intensiv und wir erlebten Gottes Führung und seine Unterstützung sehr deutlich.  
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Durch einen Kontakt hatten wir dieses Mal einen Übersetzer dabei,
der die gemeinsamen Treffen für den Leiter (der bisher alles übersetzte) einfacher machen und ihn vor unnötigen Rollenkonflikte schützen sollte. Dieser Übersetzer war der Leiter eines neuen Zentrums von JMEM in der Großstadt Nagpur. Es war unglaublich hilfreich ihn dabei zu haben und auch ein guter Kontakt für die Zukunft.
Besonders ins Auge fiel uns die Entwicklung in Indien anhand des super-modernen Flughafens und der neuen, gut ausgebauten Straßen. Leider bedeutet das keine Verbesserung für die Ärmsten, sondern ein kontinuierlicher und rasanter Anstieg der Lebenshaltungskosten (insbesondere Lebensmittel) macht das Leben für diese (und auch
für das Kinderheim) nur noch schwieriger.
Im Kinderheim war es schön zu sehen wie sich die Lebensbedingungen für die Kinder trotzdem weiter verbessert haben und auch gute Strukturen für die Zukunft geschaffen wurden.
Die Mädchen wohnen jetzt in einem schönen, neu fertig gestellten Schlafraum im 1. Stock mit eigenen Toiletten und Waschräumen.
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Es gibt 3 neue unterstützende Mitarbeiter, eine wöchentliche Menüplanung um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen,
regelmäßige medizinische Untersuchungen auf dem Campus und Nachhilfe für die Schule.
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Diese an sich guten Dingen wurden allerdings durch die Regierung und strenge (für mich unverhältnismäßige) Bedingungen für Kinderheime, unter mehrmaliger Androhung der Schließung, erzwungen.
Ein wichtiges Ziel unseres Besuches war die Professionalisierung und strategische Weiterentwicklung der Organisation.
Dazu trafen wir uns u.a. mit dem Rechtsanwalt, der das Heim vertritt und mit einem Architekten, um über die langfristige und auch bauliche Entwicklung zu sprechen.
Mit den Mitarbeitern entwickelten wir eine Absichtserklärung, erarbeiteten
gemeinsame Werte und diskutierten neue Strukturen und Abläufe.
Ein besonderen Wert legten wir auch auf die Weiterbildung der Mitarbeiter, deren Englischkenntnisse sich z.B. deutlich verbessert haben.
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Der nächste bauliche Entwicklungsschritt ist die sachgemäße Fertigstellung und der Ausbau des Gebäudes. Damit sollen vor allem den Mitarbeitern angemessener Wohnraum zur Verfügung gestellt werden können.
Neben den vielen Besprechungen nahmen wir uns aber auch Zeit um mit den Kindern zu spielen, mit den Mitarbeitern abends Essen zu gehen und gemeinsame Zeiten des Gebets und der Andacht zu haben.
Der emotional schwierigste Teil war das Schicksal von 21 Kindern mit dem wir aus erster Hand konfrontiert wurde. Diese Kinder wurden vorerst nur kurzfristig und übergangsweise aufgenommen. Vier davon haben nur noch einen psychisch schwer kranken Vater, der nicht mehr für sie sorgen kann und vier andere wurden von militanten Hindus aus ihrem Dorf vertrieben. Die anderen 13 hatten keine Chance auf eine entsprechende Schulbildung und mussten ihren Eltern buchstäblich beim Steine klopfen helfen, um das Überleben zu sichern. Nach viel Gebet, Diskussion und im
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Vertrauen auf Gottes Versorgung sagten wir dem Heim zu, dass wir uns darum bemühen würden, die Versorgung dieser Kinder im Kinderheim finanziell mitzutragen.
So erfüllend es ist, Kinder aus diesen äußert schwierigen Umständen zu retten und ihnen ein Chance auf ein erfülltes Leben zu geben, so herausfordernd bleibt die Verantwortung dieses zu finanzieren und ihnen langfristig zur Seite zu stehen.
Besonders dankbar bin ich, dass eine Firma aus Deutschland, die uns schon länger unterstützt, sich nun auch langfristig dem Kinderheim verpflichtet hat. Es bleibt jedoch die Herausforderung weitere Unterstützer und Paten für die jetzt 63 Kinder zu finden.
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Als Partnerorganisation mit einer indischen Organisation eng verbunden zu sein ist und bleibt spannend. Es zeigt mir Qualitäten die wir in der westlichen Welt haben, spiegelt mir wie wohlhabend wir tatsächlich sind und konfrontiert mich mit der realen existentiellen Not vieler Menschen weltweit. Dieser Not begegne ich in Deutschland nur sehr begrenzt und meist kann ich ihr auch gut aus dem Weg gehen.
Vielen Dank, dass ihr euch dieser Not stellt. Danke für eure Unterstützung und euer Mittragen. Es macht wirklich ein Unterschied in dem Leben der Kinder dort!

Herzliche Grüße aus Dortmund,

Jonathan Müller